Families and Religion
Shownotes
Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Wie dieses Sprichwort vermuten lässt, spielen Eltern und das familiäre Umfeld bei der religiösen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen eine wesentliche Rolle. Aber wie genau wird Religion innerhalb der Familie weitergegeben und welche Unterschiede gibt es auch in den verschiedenen Generationen?
Diesen Fragen widmet sich die Studie “Families and Religion – Dynamics of Transmission across Generations” - hört euch hier den Podcast dazu an!
Transkript anzeigen
00:00:07: Gemeindeerneuerung beginnt bei Kindern
00:00:08: und Jugendlichen.
00:00:10: Youth
00:00:10: Inside
00:00:11: öffnet die Tür von wissenschaftlicher Forschung für den Alltag der Kinder- und Jugendarbeit, damit eine junge Generation
00:00:18: im Glauben an Jesus wachsen
00:00:20: kann.
00:00:22: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Youth Inside Podcast!
00:00:27: Ihr hört heute nicht so ganz gewohnte Stimmen denn ich darf heute zusammen mit der Adriana euch eine Studie vorstellen.
00:00:36: Thomas ist heute leider nicht dabei, aber ich glaube wir werden das auch zusammen gut rocken.
00:00:40: Adriana du bist seit diesem Studienjahr Teil unseres Teams bei Youth Inside und hast uns die Studie Families and Religion mitgebracht!
00:00:50: Erst einmal schön dass du hier bist.
00:00:52: Ja danke, ich freue mich auch da sich hier sein darf.
00:00:55: Was ist das denn für eine Studie?
00:00:58: Ja, das ist eine Studie.
00:01:00: Eine sehr groß angelegte Studie die von einem Jahrzehnte bis zum Jahrzehn vierundzwanzig durchgeführt wurde und diese Studie untersucht in fünf verschiedenen Ländern wie sich Religion in den Familien weiter gibt unter zwischen den verschiedenen Generationen.
00:01:17: also es wird aus einer sociologischen Perspektive nachgeschaut wie die Dynamiken da genau sind.
00:01:25: so funktioniert.
00:01:26: Es geht um die fünf Länder Deutschland, Italien, Kanada, Ungarn und Finnland.
00:01:30: allerdings fokussieren wir uns hier aus gegebenem Anlass eher auf die deutsche Seite des Ganzen und schauen mal wie man das in der Gemeinde anwenden
00:01:41: kann.".
00:01:42: Das ging auf jeden Fall schon super spannend und passt ja auch sehr gut zu unserem Ziel dass wir das FNG weitergeben wollen für Kinder und Jugendliche.
00:01:52: Wie sind die jetzt bei der Studie vorgegangen?
00:01:54: Bei diesen fünf Ländern, wie haben sie das untersucht.
00:01:58: Ja, also die haben eine sehr spannende Methodik.
00:02:00: Die haben zwei verschiedene Methoden angewendet nämlich einmal eine quantitative Umfrage wo sie insgesamt über acht tausend Personen befragt haben mit einer Telefonumfrage Mit einem standardisierten Fragebogen um eben die rauszufinden wie religiös sind die?
00:02:14: Wie religios waren die Generationen davor?
00:02:17: und dann haben Sie noch eine qualitative Familienbefragung gemacht wo sie quasi face-to-face mit Familien mit mehreren Generationen gesprochen haben immer mit drei Generationen wo sie dann eben auch ein bisschen mehr die persönlichen Beziehungen und das eigene Erleben mit einbringen konnten.
00:02:33: Was natürlich bei der Telefonumfrage nicht so möglich war, aber dadurch dass es diese beiden Methoden waren haben wir ein sehr differenziertes Bild bekommen.
00:02:42: Diese umfassende Ansage hat auf jeden Fall viele Seiten gefüllt!
00:02:46: Du hast dich da für uns durchgeschlagen.
00:02:49: Das ist richtig cool, besonders durch den Teil, der Deutschland betrachtet.
00:02:53: Mich würde jetzt aber mal interessieren... Wir haben jetzt auch leider nicht die Zeit, um auf die anderen Länder noch intensiv reinzugeben.
00:02:59: Gibt es denn da aber Besonderheiten bei den anderen Ländern?
00:03:02: Du hast vorhin schon erwähnt, welche Länder das sind, die dir bei der Lektur ins Auge gestochen sind, wo du denkst, die lohnt es sich jetzt doch mal hier zu teilen beim Podcast!
00:03:12: Ja ich dachte mir, ich bringe für jedes dieser vier Länder eine Besonderheit, die sehr anders ist als in Deutschland oder die halt interessant... zu beachten ist.
00:03:21: Also zum Beispiel Italien ist sehr homogen von ihrer konfessionellen Landschaft her, also von Deutschland kennt man das ja so dass es ungefähr so ein Drittel evangelisch, ein Drittel katholisch und nicht religiös ist, also evangelisch-katholische relativ gleich verteilt.
00:03:35: und in Italien fehlt dieser evangelische Block ein bisschen.
00:03:39: Also, ninety vier Prozent sagen sie wurden katholisch erzogen und seventy fünf sind immer noch katholic.
00:03:44: Das sind Zahlen die können wir uns hier in Deutschland fast nicht vorstellen wie homogen das Ganze.
00:03:51: Genau in Ungarn haben wir eine sehr spannende Sache, weil es ja auch mal zum Ostblock gehört hat.
00:03:57: Und damit hat man auch diesen kommunistischen Einfluss gehabt und dadurch sieht man auch dass die Religion jetzt sehr persönlich gesehen wird und eben nicht so an Institutionen gebunden ist wie zb in Deutschland das man sagt ich bin Teil von der Lutheranischen Kirche sondern sehr viele Leute sagen Ja ich bin religiös aber für mich selber und das ist mein eigenes Ding und das hängt mit nichts zusammen.
00:04:21: In Finnland haben wir eine sehr spannende Sache mit den Skandinaviern, wo man sich so denkt ja vielleicht sind die ein bisschen kälter.
00:04:29: die Familien insgesamt weniger enge Beziehungen miteinander haben.
00:04:32: Und das dadurch auch teilweise eine sehr spannende Situation entsteht, wo Kinder die Religiösität ihrer Eltern so unterschätzen und dann selber nicht so religiös werden, weil sie denken, dass ihre Eltern gar nicht so religious waren wie sie eigentlich waren.
00:04:44: einfach, weil in der Familie wenig drüber geredet wird oder ob die Beziehung nicht so eng sind ... Das fand ich einfach
00:04:50: ne krasse Sache!
00:04:52: Das hat mich auch sehr interessiert, dass es so anders ist als in Deutschland Und gut, in Kanada ist jetzt nicht so interessant.
00:05:02: Aber da hat man sehr stark festgestellt, dass religiöse Familien oft sehr enge Beziehungen untereinander haben.
00:05:10: Nicht, dass die nicht-religiösen Familien keine engen Beziehung haben könnten aber man hat so unterm Strich gemerkt sie sind enger zusammen wobei dann natürlich auch wieder zusammenhängt das in engen Familien Da kommen wir später noch drauf Auch Religion besser weiter gegeben werden kann und daher hängt es ein bisschen gegenseitig voneinander ab.
00:05:28: Ja, spannend hier mal den Ausflug zu machen in die anderen Länder.
00:05:32: Kommen wir aber doch mal wieder jetzt zurück auf Deutschland, das ist ja das Land, in dem wir arbeiten, indem wir uns bewegen und wo wir uns ein bisschen darauf fokussieren wollen.
00:05:40: Am Anfang in der Studie.
00:05:42: überlegen Sie auch oder stellen Sie so ein paar Grundsatztheorien auf, sagen die Weitergabe an sich von Religion hat sich verändert.
00:05:51: Also sie verweisen auch darauf, dass generelle Religiosität nachgelassen hat was jetzt für uns alle wahrscheinlich nicht so überraschend ist sondern einfach das was wir in unserem Alltag auch erleben was wir beobachten können in der deutschen Gesellschaft.
00:06:04: Es gab vor noch nicht allzu langer Zeit ja auch die sechste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung Der EKD wo auch genau wieder das festgehalten wurde Die Relikiosität lässt nach, besonders jetzt auch in der jüngsten Generation ist nochmal ein deutlicher Abstieg der Relikosität und wo man merkt okay irgendwie scheint da ja was mit der religiösen Weitergabe nicht so gut zu klappen.
00:06:28: Weil zumindest Es gab zwar nach den achten Sechzigern ein Bruch, aber danach war die Relikosität in den Alterskohten relativ gleich.
00:06:36: Jetzt bei der jungen Generation scheint ja irgendwie da ein Fehler zu sein oder zumindest mehr Hindernisse in der aktuellen Situation
00:06:44: Ja das kann man schon so sagen.
00:06:46: also man muss natürlich auch immer unterscheiden zwischen Osten und Westen.
00:06:49: Man muss einfach sagen dass durch die DDR, da auch durch die Religionspolitik der DDR sehr viel anders ist als im Westen.
00:06:59: Zum Beispiel ist diese extreme Säkolarisierung im Osten halt schon sehr viel früher passiert also direkt nachdem die DDR dann quasi angefangen hat das so religiös ein bisschen in den Hintergrund zu drücken.
00:07:11: dadurch ist es teilweise schon in der Großelterngeneration angelegt dass eben dieser nicht religiöse Lebensstil.
00:07:19: Und während das im Westen eben erst dann mit der achten sechziger Bewegung so ein bisschen kam, aber auch nie so in dem Ausmaß dann passiert ist.
00:07:27: Aber eben durch diese Säkularisierung haben wir dann eine Art Beweislastumkehr.
00:07:31: also während sich zum Beispiel meine Großeltern hätten absolut rechtfertigen müssen wenn sie aus der Kirche rausgehen weil hey wieso machst du das?
00:07:37: Das ist vollkommen normal dass man in der Kirchen ist es ja total komisch komische Vögel die da einfach aus der kirche raus gehen.
00:07:42: jetzt ist es mehr so man muss rechtfertig wenn man religiös ist.
00:07:46: Wenn du jetzt auf dem Schulhof mit deinen Freunden redest, ist es eher wahrscheinlich, dass du gefragt wirst.
00:07:51: Wieso gehst du Sonntag in Gottesdienst?
00:07:53: Macht doch keiner mehr heutzutage!
00:07:54: Das ist doch aus dem Mittelalter.
00:07:57: und das ist eben so mit dieser größte Punkt der sich in den letzten paar Jahrzehnten geändert hat, dass einfach die Rechtfertigung jetzt auf der anderen Seite liegt.
00:08:05: ich muss jetzt rechtfertigen, dass ich religiös bin und nicht mehr der Nicht-Religiöse muss rechtfertigend, dass er nicht religiöses.
00:08:11: Das heißt, die Normalität von Religion und auch von Glauben hat auf jeden Fall abgenommen.
00:08:16: Und es wird sagen natürlich steht man dann auch als aufwachsende Person da mehr Hindernissen vor mehr Hinderness, dadurch das ja wie du es gerade gut beschrieben hast nicht mehr so normal ist.
00:08:27: Da fand ich es auch spannend.
00:08:28: Du hattest in einer Zusammenfassung auch die Zahlen rausgesucht dass tatsächlich nur ein Prozent der Personen zur Zeitpunkt Der Befragung, die dort angegeben haben religiös zu sein in einer nicht-religiösen Familie aufgewachsen sind.
00:08:44: Also es scheint tatsächlich überhaupt nicht mehr der Normalfall zu sein dass man sich eine Religion zuwendet wenn man nicht so aufgewachsene ist.
00:08:52: Das deutet uns schon darauf hin.
00:08:53: das ja doch und du hast vorhin auch schon mehr angedeutet irgendwie Familien.
00:08:57: ein scheidender Faktor ist für die Weitergabe.
00:09:01: aber die weitergabe scheint ja aktuell nicht mehr so gut zu funktionieren.
00:09:06: Was würdest du denn sagen jetzt auf Basis der Studie, wie kann eine gute religiöse Weitergabe zum Beispiel innerhalb der Familie oder innerhalb der Gemeinde aussehen?
00:09:17: Ja also da ist erstmal natürlich die spannende Sache zu sagen dass die Weitergab von nicht-religiösen Ideen das passiert von alleine.
00:09:24: Oder wenn ich nichts mache dann wird mein Kind auch von allein nicht religiös.
00:09:26: Das ist nichts was man fördern müsste das passiert vom ganz Alleine.
00:09:31: Bei der Religiosität sieht es ein bisschen anders aus.
00:09:34: Da gibt es tatsächlich Punkte, die in der Familie sehr helfen.
00:09:37: Also es hilft zum Beispiel sehr stark wenn die Eltern und Kinder eine gute Beziehung haben.
00:09:42: Einfach wenn mehr miteinander geredet wird man sich alles erzählen kann, man auch ein gutes Verhältnis hat dann ist das einfach wahrscheinlicher dass die Kinder genau das übernehmen was die Eltern eben denen sagen.
00:09:53: weil wenn man den Eltern kein gutes Verhalten hat dann will man wahrscheinlich auch nachher nicht mehr genau das religiös machen was sie gemacht haben.
00:09:59: also diese engen Beziehungen sind auch in allen Ländern die untersucht wurden wichtig.
00:10:05: Genauso was auch sehr interessant ist, was andere Studien oft gar nicht berücksichtigen weil sie nur zwei Generationen anschauen, ist die Involvierung von Großeltern also dass man noch eine Oma hat, die sehr religiös ist und Opa und das es eben so ein mehr Generationending wird wo dann auch die Kinder verschiedene Generationen sehen können, dass das so eine längere Schleife ist.
00:10:26: und nicht nur die Eltern geben irgendwas weiter und die Großelter machen wieder irgendetwas anderes.
00:10:31: Da kann ich vielleicht doch gerade kurz einschieben bei der Kirchen-Mitgliedschaftsuntersuchung, also KMU VI.
00:10:37: Zumindest bei der katholischen Kirche auch das sind befunden, dass man gesagt hat die Großeltern sind ein ganz großer Einfluss auch nach tatsächlich der Mutter auf jeden Fall, die war ganz oben aus dem Vater.
00:10:48: aber trotzdem Oma, Opa spielen eine Rolle bei der Weitergabe.
00:10:51: Das fand ich als ich das gelesen habe auch super spannend weil wie du das Treffen beschrieben hast haben wir das glaube ich gar nicht so aufm Schirm welche Rolle vorangehenden Generationen das spielen.
00:11:01: Ja, das merkt man definitiv.
00:11:03: es gibt selten irgendwie Angebote in Gemeinden wo auch mal die Großeltern sich mit den Kindern beschäftigen sollen.
00:11:07: so Elternkind gibt's ja noch manchmal aber das ist auf jeden Fall ein Punkt an dem man denken kann.
00:11:12: ebenso ist sehr interessant dass dass eine konfessionelle Einheitlichkeit in der Familie gut ist.
00:11:18: Also wenn man jetzt zum Beispiel einen Vater hat, der ist katholisch und die Mutter ist evangelisch dann senkt es signifikant die Wahrscheinlichkeit das irgendeine von beiden Konfessionen weitergegeben wird und die Wahrscheinigkeit für Nicht-Allegiosität steigt extrem.
00:11:30: also es hilft auch wenn sich die Eltern zumindest einigermaßen einig sind in welche Kirche man gehen sollte dafür, dass die Kinder dann tatsächlich auch irgendwas übernehmen.
00:11:40: Einfach diese Einheitlichkeit tut dem extrem gut.
00:11:44: Genauso das hilft natürlich dann auch wenn man eine sehr gute Einbindung in die Ortsgemeinde bringt, dass man sagt okay wir gehen nicht nur jeden Sonntag in die Kirche so als Zuschauer und schauen uns das mal an und gehen dann wieder und reden die drüber sondern dass man vielleicht auch wenn die Eltern ein bisschen ehrenamtlichen Dienst in der Gemeinde tun auch ein gutes Verhältnis mit verschiedenen Familien aus der Gemeinden haben und auch die Kinder sich dann untereinander kennen.
00:12:06: Das hilft einfach extrem, um das auch mit einer positiven Konzentration zu belegen.
00:12:11: Dass es eben kein Ding ist was man sich einfach mal so anguckt sondern tatsächlich ein Teil vom Leben ist.
00:12:19: Du hast jetzt schon gerade angesprochen dass sehr hilft wenn die Gesamtfamilie eingebunden ist in die Ortsgemeinde.
00:12:27: was uns wahrscheinlich nicht so sehr überraschend wird, betont dass die Familie ganz entscheidend ist für die Weitergabe.
00:12:33: Jetzt sind vielleicht auch viele unserer Zuhörer und Zuhörerinnen aber in Gemeindearbeit aktiv?
00:12:40: Welche Rolle spielt denn dann überhaupt noch die Gemeinde bei der Weitergabel?
00:12:44: Das ist auch extrem interessant.
00:12:45: also man muss natürlich sagen bei einer Studie namens Families and Religion da ist einfach Der Fokus sehr stark auf Familie, aber es ist sehr interessant mal zu schauen.
00:12:54: Also während gerade in der Kindheit die Familie eine sehr große Rolle spielt und eigentlich auch der entscheidende Faktor ist, merkt man dann doch wie im Jugendalter dann auch die Jugendgruppe immer wichtiger wird?
00:13:03: Die Peer-Gruppe, die Freunde in dem Alter und dann auch wie die Gemeinde daran anknüpfen kann.
00:13:09: also das hilft dann extrem wenn zum Beispiel die jugendlichen Jugendleiter haben, der vielleicht auch ein bisschen pädagogisches Wissen hat und sich ein bisschen auskennt mit denen Raum für Gespräche bieten kann, wo sie dann sagen können okay ich habe Fragen an den Glauben.
00:13:24: Ich muss mich erst mal wieder selber finden.
00:13:26: Ich kann nicht mehr einfach das glauben was meine Eltern glauben und da hilft es einfach extrem wenn man denen diesen Raum für Austausch bietet und eben auch eine gute Beziehung mit den Jugendlichen pflegt.
00:13:39: Und natürlich kann Gemeinde ja auch den Raum bieten dass Familien zusammen den Glauben ausleben können zum einen in dem sich Familien vielleicht dort einbringen aber im Alltag oder im alltäglichen Gottesdienst sag ich mal.
00:13:53: Das vielleicht jetzt auch ein Punkt, wo wir uns zuwenden können?
00:13:58: Wir haben jetzt festgehalten, Familie spielt auf jeden Fall eine große Rolle in der Weitergabe.
00:14:03: Es entscheidet, dass da die Familie auch eine Einheit ist, das die Kinder Vorbilder haben in ihren Eltern und dass der Glaube auch zusammen mit den Kindern gelebt wird.
00:14:13: Die Großfrage ist wie sieht es denn jetzt in unseren Gemeinden aus?
00:14:17: Wie können wir das unterstützen Das.
00:14:19: die Eltern so ein positives Vorbild für ihre Kinder sein können im Glauben?
00:14:26: Ja, da gibt es natürlich ganz viele, ganz kreative Ideen was man da machen kann.
00:14:30: Also ich meine das gibt ja schon so bekannt so Familiengottesdienst dass die Kinder auch mal sehen dass die Eltern tatsächlich auch religiös sind und nicht einfach nur vor dem Gottesdienst abgeschoben werden in den Kindergottestdienstraum.
00:14:40: oder nachsammelt man sie wieder ein und die kriegen bis hier achtzehn sind nicht mehr mit dass die Eltern mal gebetet haben sondern dass man auch die Kinder aktiv mit Innes Gottesdienst geschehen, mal mit einbindet.
00:14:51: Aber auch wenn man das nicht jeden Sonntag vielleicht machen kann oder einfach in der Gemeinde es normal ist dass eine Stunde lang gepredigt wird und das vielleicht für die Kinder nichts ist, kann man ja trotzdem schauen, dass man da ein bisschen Gemeinsamkeit reinbringt indem man zum Beispiel über das gleiche Thema predigt.
00:15:07: Die Kinder machen das im Kindergottesdienst, die Erwachsenen hören das in der Predigt und dann kann man das alles ein bisschen verknüpfen, dass sie auch ein Gesprächsthema haben Und man kann natürlich das Ganze auch erstmal fördern, dass man da auch einen... Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenkt, dass man den Eltern sagt hey ihr seid wichtig für eure Kinder.
00:15:27: Wir machen jetzt zwar Kindergottesdienst aber ihr seid trotzdem die wichtigen, die wichtigsten Personen im Leben eures Kindes gerade wenn sie noch ein bisschen jünger sind und jetzt nicht unbedingt Teenager.
00:15:36: Dass die einfach das auch wissen genauso wie die Großeltern.
00:15:39: Dass man einfach das mal mit rein bringt so hey ihr seid übrigens wichtig für die religiöse Entwicklung der Kleinen.
00:15:45: da könnt ihr euch Da solltet ihr euch auch ein bisschen mit einbringen.
00:15:50: Ich musste in unserer Vorbesprechung auch an dem Besuch von Ken Moser denken, der war letzte Woche eine FTH zu besuchen.
00:15:57: Der ist am Tinder Theological Seminary in Amsterdam hat auch seinen Schwerpunkt in der Kinderjugendarbeit und hat unter anderem auch unterstützt die Idee dass die Kinder ganz aktiver Teil vom normalen Sonntags Gottesdienst sind.
00:16:14: Und ich fand es spannend, er hat dann auch berichtet das in der Gemeinde wo er mit seiner Frau hingeht in Amsterdam.
00:16:20: Dass die dort beispielsweise die Kinder dauerhaft dabei haben und entweder die Kinder sind bei den Eltern oder manchmal halt ein Kind das ja vielleicht doch nicht so gut aus die ganze Zeit nur stell nehmen die Eltern zu sitzen was völlig verständlich ist.
00:16:35: Es gibt dann aber einen besonderen Bereich quasi Picnic-Decken oder vielleicht so ein Stuhlkreis in der Ecke vom Gottesdienstsaal, wo die Kinder hinkommen können während des Gottesdienstes.
00:16:44: Auch besonders während der Predigt und wo sie dann thematisch passend zur Predigt beispielsweise Kreuzvertretzel ausfüllen können oder Ausmalbilder haben also wo Sie herausgefordert werden schon der Predig zuzuhören aber sich auch mit dem Thema auf eine alters angemessene Art und Weise zu beschäftigen.
00:17:03: das fand ich total spannend.
00:17:04: Die haben dann auch noch erzählt dass sie die Predigtekste vorlesen, immer vorher predigt.
00:17:12: Aber nicht nur den Text vorleset sondern die Bilder passend dazu passende Bilder auch präsentieren.
00:17:18: also man kennt das ja aus dem Kindergottesdienst eigentlich dass wenn dann eine Bibelgeschichte erzählt wird die damit Bildern in der Regel erzählt wird und diese Bilder die man normalerweise im Kindergottsdienst gebraucht zeigen sie denn auch einfach vorne auf der Powerpoint passt zum Predigtext für die Kinder die anwesend sind.
00:17:35: Aber ich glaube, dass es tatsächlich auch den Erwachsenen manchmal helfen kann.
00:17:39: Wenn man nicht nur den Predigtext hört sondern wenn man ihn auch visuell sehen kann und dadurch durch die Geschichte geleitet wird.
00:17:47: Also ich glaube das da durchaus auch ja Anknüpfungspunkte gibt oder verschiedene Möglichkeiten wie man da auch die Kinder gut in ein Sonntagsgottesdienst einbeziehen kann.
00:17:58: Zu Ken Mauser an der Stelle noch der Hinweis Wir haben in unserem aktuellen Newsletter auch ein Artikel von dem, was er uns hier erzählt hat an der FTH.
00:18:07: Janika hat eine wunderbare Zusammenfassung geschrieben.
00:18:10: Findet ihr entweder im Newsletter oder einfach auf unserer Homepage youthinsight.de.
00:18:16: Wir waren jetzt aber noch eigentlich bei dem wie können wir das tatsächlich als Gemeinde gut umsetzen?
00:18:23: Wie können wir da Kinder und Eltern zusammen ermutigen?
00:18:27: Die Frage ist natürlich, jetzt haben wir viel über die Zusammenführung von Eltern und Kindern in Sonntagsgottesdienst gesprochen.
00:18:33: Was machen wir denn mit den Kindern, die gar nicht aus einer religiösen Familie kommen?
00:18:39: Die gar keine gläubigen Eltern haben?
00:18:41: Ja also da ist es natürlich erstmal sehr cool dass sie überhaupt da sind weil man wie man sieht, neunneinzig Prozent von denen würden hier keinen Fuß in der Gemeinde setzen.
00:18:50: Da muss man dann natürlich schauen das man sich um die vielleicht ein bisschen besser kümmert, dass man auch im Kopf hat den vielleicht manchmal was fehlt.
00:18:58: Dass sie vielleicht gar nicht wissen so das man abends vorm Schlafengehen auch mal beten kann oder beten vorm Essen oder sowas.
00:19:04: Dass man ihnen einfach mehr Hilfestellungen gibt und ein bisschen mehr erklärt.
00:19:08: Vielleicht mal eine Kinderbibel schenkt, die Sie ja auch zu Hause lesen können wenn Sie schon lesen könnten.
00:19:13: Einfach, dass da etwas sehr Wichtiges fehlt an manchen Punkten einfach ein bisschen mehr unterstützen muss.
00:19:23: Da ist dann vielleicht sicher auch spannend, welche Beziehungen können vielleicht auch der Pastor oder Gemeindereferenten zu den Kindern aufbauen?
00:19:31: Dass sie vielleicht wenn Sie in Ihren Eltern nicht unbedingt Vorbilder haben aber dann doch in einem Person aus der Gemeinde Vorbildern finden wie sie den Glauben leben können was es bedeutet im Alltag den Glauben zu leben.
00:19:43: Welche Auswirkung das hat.
00:19:45: Definitiv!
00:19:45: Das ist auf jeden Fall sehr gut.
00:19:48: Das steht in der Studie auch drin, dass es hilft wenn Kinder und vor allem dann später ein bisschen älter werden.
00:19:55: Vorbilder in der Gemeinde haben, also eine gute Beziehung mit dem Jugendleiter.
00:20:00: Dass das nicht so ein schullehrer Ding von oben runter ist sondern dass man tatsächlich auf einer menschlichen Ebene connecten kann und die sich dann auch ein bisschen vielleicht daran orientieren können, dass er vielleicht auch mal erzählt wie er seine eigene Fräumigkeit lebt oder einfach mal Vorbilde in der gemeinde erzählen wie lebe ich meinen Glauben?
00:20:16: einfach damit die was haben woran sie sich ein bisschen orientieren.
00:20:20: Das hast du auch schon das Jugendalter ein bisschen angesprochen.
00:20:23: Ein Ergebnis der Studie war ja, dass jetzt Angebote im Jugendalter nicht pauschal immer einen positiven Effekt haben auf die Weitergabe vom Glauben, was natürlich erst mal ein bisschen deprimierend klingt wenn wir das so hören.
00:20:38: aber vielleicht kannst dir auch ein paar Ideen geben oder ich weiß nicht ob die Studie da viel zu sagt.
00:20:44: wie kann denn trotzdem da die Gemeindearbeit und Jugendarbeit einen positiven Effekt haben auf die Weitergabe.
00:20:53: Ja, da kann man natürlich viel zu sagen.
00:20:56: erst mal muss man natürlich sagen diese Es ist nicht pauschal positiv, einfach weil wenn man einen stinklangweiligen Konfirmationsunterricht macht wo die Kinder sich eigentlich nur reinkwählen und gar keine Lust drauf haben dann hilft das natürlich nix.
00:21:10: Dann sagen sie vielleicht danach bloß gut dass es rum ist und jetzt muss ich nie wieder dahin gehen.
00:21:16: Das wäre natürlich nicht der Sinn der Sache aber es kann trotzdem sein dass man einen entscheidenden Beitrag damit leistet Wenn man's richtig macht.
00:21:23: Man muss schauen dass man auf die Berufnisse der Kindern Jugendlichen eingeht.
00:21:27: Wie gesagt, sehr viele haben Fragen wollen auch einfach mal tiefe Gespräche führen.
00:21:31: Dass man dafür einen Raum geben kann.
00:21:35: Auch ein sinnvollen Austausch unter den Kindern fördert Jugendlichen in dem Kontext eher und fördert dass man sagt zum Beispiel wir machen so hauskreismäßig mehr so Fragen die dann alle so ein bisschen beantworten können das man in Gespräch kommt.
00:21:50: Das ist besser, als wenn man sich jetzt einfach da vorne hinstellt und sagt ja gut jetzt heute lernen wir irgendwas Langweiliges auswendig.
00:21:58: Genau an sich auch einfach wenn man diese Auseinandersetzungsmöglichkeit gibt dass sie sich wirklich selber aktiv mit dem Glauben auseinandersetzen können genauso wie vielleicht ein bisschen kreative Aktivitäten mit reinbringt auch Zeug was den Kindern tatsächlich Spaß macht.
00:22:12: also wir wollen nicht in so einen Event Ding verfallen das wir alle zwei Wochen Wildwasser Tour machen müssen damit die Leute noch kommen.
00:22:20: Aber man sollte schon gucken, dass man auch mal ein bisschen Spaß einbaut in die ganze Sache und eben auf die Bedürfnisse achtet.
00:22:27: Wenn die Jugendlichen schon sagen so hey wir haben Bock auf das und dass man da vielleicht auch mal drauf eingeht weil sie wissen vielleicht teilweise doch was sie wollen.
00:22:36: Da ist ja auch vielleicht wicht zu dran denken, dass die Weitergabe des Glaubens nicht bedeutet, dass der Glaube immer exakt leicht bleibt von Generation zu Generation sondern dass er sich natürlich verändert.
00:22:49: und das da auch wichtig ist, wie du gesagt hast diesen Raum zu geben dass die Jugendlichen selbst sich mit den Glaubensvorstellungen ihrer Eltern oder ihnen mitgegeben worden sind, sich auseinandersetzen können.
00:23:00: Ja definitiv also das ist ein sehr wichtiger Punkt in der Studie die sagen Diese Weitergabe von Religion funktioniert nie ohne Transformation, also ist nie ohne transformation.
00:23:11: Es wird sich immer irgendwie ändern wie Leute ihren Glauben ausleben.
00:23:15: so die Oma vor fünfzig-sechzig Jahren hat ihren Glauben anders ausgelebt als der Teenager heute und das ist auch okay und man muss dem auch ein bisschen Raum geben.
00:23:25: Man sollte jetzt nicht mit strenger und härter versuchen genau dass durchzusetzen was wir machen und die Lobpreislieder aus meiner Jugend sind die richtigen sondern einfach mal schauen was sie Punkte, wo sich auch der Glaube sinnvoll verändern kann.
00:23:37: Wie kann man auch darauf eingehen dass sich das so oder so verändert und das auch in guten Bahnen ermöglichen?
00:23:46: Okay Adriana ich glaube wir haben jetzt schon im Großteil auf jeden Fall besprochen.
00:23:50: gibt es noch irgendwas wo sagen würdest das haben wir übersehen.
00:23:54: haben wir auf Neunichtgruber geredet was du auf jeden fall noch teilen willst?
00:23:59: Definitiv, glaube ich, würde ich noch zum Ende mit anbringen.
00:24:04: Was sich immer sehr stark gezeigt hat ist dass ein warmes Klima in der Familie sehr sinnvoll ist und auch einen so fördernd flexibler Umgang, das man eben nicht so sehr strikte Vorgaben bringt.
00:24:15: Du musst jetzt das, das und das machen und alles mit Strenge- und Härte verbunden, sondern dass es sehr hilfreich ist wenn man da ein bisschen Flexibilität reinbringt die Grenzen vielleicht auch mal ein bisschen weiter steckt, damit die Kinder und Jugendlichen einfach die Möglichkeit haben.
00:24:29: Auch selber in ihre Personen reinzuwachsen und ihnen den Glauben so anzunehmen wie er für sie gut ist als dass sie dann später ihren Glaubenglauben komplett verlieren weil das System was man ihnen vorgegeben hat nicht gepasst hat.
00:24:42: Und ich glaube, das ist genau so was wir natürlich auch für Gemeinden übernehmen können.
00:24:46: Auch da ein warmes Klima einen Raum zu geben den eigenen Glauben zu entdecken.
00:24:52: und selbst wenn wir jetzt festgehalten haben dass natürlich die Familie eine super wichtige Rolle spielt bei der Weitergabe des Glaubens haben wir glaube ich auch gemerkt, dass trotzdem genügend Raum gibt für Gemeinde das zu unterstützen und zu fördern.
00:25:07: Vielen Dank Adriana für deine Zeit und für dein Berichten über die Studie.
00:25:12: Falls ihr die Zusammenfassung noch nicht gelesen habt, könnt ihr sie auf youthinside.de finden.
00:25:18: da gibt es eine schöne Aufbereitung der Studie mit den wichtigsten Informationen Und fühlt euch frei auch noch die restlichen Studien zu entdecken, die wir dort zusammengefasst haben.
00:25:28: Wir freuen uns wenn ihr das nächstes mal beim nächsten Podcast wieder reinschaltet.
00:25:33: Bis dahin alles Gute
00:25:35: von mir.
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